Angststörungen
Fast jeder zehnte, deutsche Bürger leidet in seinem Leben an Angst, aber nicht jede Angst wird eine behandlungsbedürftige Störung. Wer hierher gefunden hat, wird vermutlich mit Ängsten und körperlichen Beschwerden konfrontiert, die ein übliches Mass übersteigen. Leider passiert es auch heute noch, dass ein Betroffener hausärztliche Hilfe in Anspruch nimmt und seine körperlichen Beschwerden untersucht werden, die Untersuchnung ohne Befund bleibt, aber trotzdem kein Zusammenhang zur Angststörung hergestellt wird.
Es ist aber dennoch wichtig körperliche Ursachen auszuschliessen, deshalb ist der Arztbesuch auch angezeigt. Beschwerden können sich äussern wie folgt: Unruhe, Schwindel, Sehstörungen, Zittern beschleunigter Puls, Magen- Darmbeschwerden, Übelkeit, Ohnmachtsgefühle, Hitzewallungen, Kälteschauer, um nur einige zu nennen. Diese Symptome während der Angst sind nicht gefährlich und klingen in der Regel auch wieder ab. Es tut also nicht not, nach jeder Panik einen Arzt zu konsultieren, um sich zum wiederholten Male die Bestätigung zu holen, dass alles okay ist.
Wenn Du augenscheinlich an einer Angststörung leidest, solltest Du einen kompetenten Therapeuten/Arzt aufsuchen, zum Beispiel einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und den weiteren Verlauf besprechen. Es muss nicht der endgültig behandelnde Therapeut sein, sondern erstmal eine Stelle, um sich zu sammeln und wieder etwas Klarheit zu bekommen. Eine Therapie ist insoweit angezeigt, weil sich unbehandelte Angsterkrankungen in der Regel verschlimmern und zu Depressionen und Suchterkrankungen führen können, mal ganz verallgemeinernd bemerkt.
Es wird oft geäussert, dass ein Betroffener vor der Erkrankung ein schönes und glückliches Leben geführt hat und meistens gut drauf war. Das ist nicht unüblich. Angstbetroffene sind kein Grüppchen "Sonderlinge", denen die Störung auf der Stirn geschrieben steht. Dann wollen viele Betroffene partout nicht verstehen, dass sie eine psychische Erkrankung haben, wenn doch primär der ganze Körper verrückt spielt. Auch diese Gedanken sind eher typisch. Wenn die körperliche Seite abgeklärt ist, sollte man doch realisieren, dass die Psyche krank ist.
Hilfreich kann zum Beispiel ein entsprechendes Buch sein, eine Selbsthilfegruppe und der Weg in unser Forum. Dort sind viele Angstbetroffene anwesend und Du hast hat auch erstmal einen Anlaufpunkt um Dich zu sortieren. Vor allem aber solltest Du nicht resignieren. Es gibt Behandlungsangebote für Angststörungen und Angststörungen lassen sich gut behandeln.
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