Angstforum - Panikforum zum Thema Angststörung und Panikstörung

Hilfe zur Selbsthilfe


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Agoraphobie


Agoraphobie



Die Agoraphobie bezeichnete ursprünglich einmal die Angst vor offenen Plätzen, heute bezieht sie sich auch auf die Angst vor Menschen und vor Situationen aus denen man schlecht flüchten kann. Die Agoraphobie kann mit oder oder ohne Panikstörung auftreten.

Vielfach wagen sich die Betroffenen nur noch in Begleitung aus dem Haus oder nehmen Hilfsmittel wie Hund, Handy und Notfallmedikamente mit auf den Weg. Bersonders gerne vermieden werden Bus, Bahn, Flugzeug, Schiff, Menschmengen, Kaufhäuser, Warteschlangen, Frisörbesuche. Weil es augenscheinlich keinen sofort gehbare Fluchtweg gibt, werden diese Situationen und Orte aus Angst nicht mehr aufgesucht.

Später besteht die Möglichkeit, dass der Betroffene das Haus überhaupt nicht mehr verlässt und schleichend abhängig von anderen Menschen wird. Auch die Angst vor der Angst ist sehr belastend. Die Befürchtungen sind vielschichtig. Manche Betroffene befürchten in Ohnmacht zu fallen, andere haben Angst einen Herzinfarkt zu bekommen oder verrückt zu werden. Dieser Teufelskreis kann erstmal wirksam mit Verhaltenstherapie unterbrochen werden.

Betroffene berichten:

Tamara aus Karlsruhe

Meine Krankengeschichte begann vo 1,5 Jahren. Bei mir wurde relativ rasch Panikstörung mit Agoraphobie diagnostiziert. Ich war dann gleich 7 Wochen in einer psychosomatischen Klinik,die mir leider nicht sehr geholfen hat. Ich wurde mit Aponal behandelt, etwa 3Wochen lang.

Dann hab ich es selbstständig abgesetzt.Ich kam mit den Nebenwirkungen nicht klar.Ab und an wenn ich gar nicht mehr kann, nehme ich heute noch Benzodiazepine. Am häufigsten überfällt mich die Angst unter vielen Menschen oder beim Autofahren.

Meine Symptome sind immer verschieden, mal sind es Atemnot, Herzstolpern und Schweissausbrüche.Ein ander Mal habe ich das Gefühl total neben mir zu stehn. Und dann kann kommt die Angst davor durchzudrehen. Seit einem Jahr ungefähr mache ich eine Verhaltenstherapie die mir hilft schwierige Situationen auch mit Angst zu meistern.Seither geht es wieder bergauf, trotz kleiner Einbrüche.

Evelyn aus Berchtesgaden


Bei mir hat es mit "einfachen" Panikattacken angefangen. Das war vor 8 Jahren, da war ich 28. Am Anfang kamen Sie nur bei der Arbeit. Mit der Zeit aber immer häufiger und eigentlich überall. Ich hab angefangen zu zittern, mein Herz hat geklopft wie verrückt und ich hatte so ein unbestimmtes Gefühl von Angst.

Außerdem hatte ich Angst mich übergeben zu müssen. Therapie hab ich damals noch keine gemacht, weil ich gar nicht wusste was ich habe und die Panikattacke auch nicht benennen konnte. Kein Arzt hat mir gesagt was ich habe
(und ich war bei vielen) - vielleicht sind sie wirklich nicht darauf gekommen.

Nach einem Arbeitsplatzwechsel kam ich die darauffolgenden 3 Jahre relativ gut zurecht. Ab und an mal eine Panikattacke, aber ich kam klar. Als ich 32 war, kamen die PA`s wieder häufiger. Dazu kam die Angst vor den Panikattacken ! Sie und die Angst wurden so schlimm, das ich nicht mehr in der Lage war arbeiten zu gehen.

Der einzige Unterschied lag darin das ich nun Angst hatte umzukippen. Es wurde so schlimm, ich konnte nicht mehr aus dem Haus gehen, hielt mich nur noch in meinem Zimmer auf. Nach 3 Monaten hab ich mich irgendwie aufgerappelt und hab langsam wieder angefangen raus zu gehen.

Ich hab eine Therapeutin gefunden und mit der Hilfe meiner Thera, der unendlichen Geduld meines Freundes und meiner Eltern und auch mit der Hilfe vom Forum komm ich heute wieder gut klar. Noch ist nicht alles so wie ich das gerne hätte und wie es sein soll, aber ich arbeite dran und es wird von Woche zu Woche besser...

Ausbruch vor 10 Jahren

Orte oder Situationen wo die Panik auftritt: Eigentlich überall, wo ich alleine bin. Öffentlichen Gebäuden, auf der Arbeit, Im Kino, Theater, Café........

Symptome während Angst- und Panik: Schwindel, Kloss im Hals, Beklemmungsgefühle, Sehstörungen, "neben sich stehen", Schweißausbrüche, Erschöpfung bis hin zu Migräneattacken

Befürchtung/en während Angst und Panik: "Ich verliere die Kontrolle", "ich falle um", "ich mache mich vor anderen Lächerlich"

Therapie: Kiinikaufenthalt vor ca. 8 Jahren, aber Abbruch nach 1 1/2 Wochen, Verhaltenstherapie bei einem Psychologen derzeit

Wirksamkeit: Ich komme mit meinen Ängsten einigermaßen zurecht, habe aber sehr oft Rückfälle

Miriam P. , 43 J., Freiburg/Breisgau

Bei mir brach eine Agoraphobie vor 24 Jahren aus und eine Panikstörung kam vor 12 Jahren hinzu. Meine Symptome während er Angst sind Durchfall, Übergeben, Schweissausbrüche und ich habe die Befürchtung, dass diese Angst nie wieder nachlässt. Mit Benzodiazepinen ist die Panik dann abgeklungen.

Ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht und eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie und komme so langssam hinter die Dynamik meines persönlichen Angstkreislaufes. Medikamente: Cipramil, Taxilan, Tavor. Diese Hardcore-Medikation hilft gut gegen Panik, aber nicht gegen die Angst vor der Angst.


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